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Die Erfindung des Westens (Ziegler, Ulf Erdmann / McBride, Will (Fotogr.))
Die Erfindung des Westens
Untertitel Eine deutsche Geschichte mit Will McBride
Autor Ziegler, Ulf Erdmann / McBride, Will (Fotogr.)
Verlag Suhrkamp
Sprache Deutsch
Einband Kartonierter Einband (Kt)
Erscheinungsjahr 2019
Seiten 200 S.
Artikelnummer 29124936
ISBN 978-3-518-07499-2
Auflage 1 A. Originalausgabe
Reihe edition suhrkamp (ES)
CHF 28.50
Zusammenfassung

Dieses Buch erzählt vom deutschen Abenteuer eines amerikanischen Puritaners, der »die Anfänge liebte«. Will McBride kam 1953 mit der US-Armee nach Deutschland und blieb. In West-Berlin erfand er die »Clique«, die melancholisch gestimmt ihr Vergnügen suchte. Mit diesem Motiv wurde er Fotograf der neuen Zeitschrift twen und bald ein Star seines Fachs. Die Aufnahme seiner Frau Barbara als Schwangerer gereichte zum Skandal. In den sechziger Jahren betrieb er in München ein riesiges Studio, in dem die Bilder für Zeig Mal! entstanden, das paradigmatische Aufklärungsbuch der sozialliberal verjüngten Republik.

Von Worpswede bis in die Toskana suchte McBride nach einer frischen Form für einen überzeugenden Lebensstil. Die biographischen Recherchen des Autors summieren sich zu einer alternativen Kulturgeschichte der Bundesrepublik. Gastauftritte haben Willy Fleckhaus, Donna Summer, Hans Filbinger, Willy Brandt, Norman Rockwell und Wolfram Siebeck. Eine Auswahl von McBrides besten schwarzweißen Fotografien begleitet die ungewöhnliche Erzählung von der »Erfindung des Westens«.

»Ein Essay und drei Dutzend Fotos in einem großformatigen Band der edition suhrkamp, das funktioniert, weil Ulf Erdmann Ziegler zu allen Fotos und zum Umfeld ihrer Entstehung etwas schreibt. Es ist kein Fotoband. Die Fotos dienen der Illustration dieses vorzüglich geschriebenen Essays, der davon handelt, wie ein puritanischer Amerikaner die Liberalisierung West-Deutschlands vorantreibt.«

Ulf Erdmann Ziegler, geboren 1959 in Neumünster/ Holstein. Sein Roman Hamburger Hochbahn stand auf Platz 1 der SWR-Bestenliste, 2008 erhielt er den Friedrich-Hebbel-Preis. 2012 erschien Nichts Weißes, später nominiert für den Deutschen Buchpreis und den Wilhelm-Raabe-Literaturpreis, »eine neue Art realistischen Erzählens«. Ulf Erdmann Ziegler lebt in Frankfurt am Main.